Wieso sollte man eine Lebensversicherung beleihen?
Die Finanzkrise hat auch in vielen privaten Haushalten ein tiefes Loch in die Geldbörse gerissen, so dass immer mehr Menschen der Zukunft ängstlich gegenüber stehen oder bereits schon jetzt finanzielle Schwierigkeiten zu bewältigen haben. Nun besitzt man vielleicht eine Lebensversicherung, bei deren Kündigung man aber einen enormen Verlust erleiden würde, da sodann der Rückkaufwert und nicht der vereinbarte Lebensversicherungsbetrag ausgezahlt wird. Da gibt es aber die Möglichkeit, eine Lebensversicherung beleihen zu können. Diese Leihe wird oftmals von investierenden Unternehmen durchgeführt, denen man zugleich auch eine Lebensversicherung verkaufen könnte. Diese Unternehmen haben sich auf diese Lebensversicherungskäufe und –leihen spezialisiert und bieten dieses ausdrücklich an. Aber wie funktioniert das Ganze, wenn man Lebensversicherungen beleihen oder gar Lebensversicherungen verkaufen möchte? Nun, in der Regel verkauft man nicht die Versicherung in dem Sinne, als dass man mit dieser nichts mehr zu tun hat, sondern verkauft ausschließlich die Versicherungspolice, die man bekanntlich zwecks Einlösung der Versicherung benötigt. Das Ganze verläuft ähnlich wie ein Kredit. Der Lebensversicherungsinhaber erhält von dem Käuferunternehmen der Lebensversicherung einen vereinbarten Betrag, im Gegenzug erhält das Käuferunternehmen die entsprechende Lebensversicherungspolice. Dieser „Kredit“ wird aber nicht – wie üblich – zurückbezahlt, sondern mit den laufenden Beiträgen zur Lebensversicherung getilgt. Dies bedeutet, dass der Versicherungsnehmer ganz normal seine Versicherungsbeiträge weiter einzahlt, letztendlich nach Ablauf der Laufzeit jedoch nicht das Geld aus der Lebensversicherung erhält. Dieses Geld erhält dann das kaufende Unternehmen, so dass damit der „Kredit“ getilgt und erledigt ist. Dies kann Vorteile für den Verkäufer haben, da er keine hohen Kreditraten zu zahlen hat, sondern einfach nur die sowieso schon laufenden Beitragszahlungen weiterführt.